Das Funktionsprinzip der Umkehrosmose

Membrane können wie eine Art Filter betrachtet werden, die eine Trennung dadurch bewirken, dass mindestens eine Komponente des zu trennenden Gemisches (Feed) die Membran nahezu ungehindert passieren kann (Permeat) während die anderen Komponenten mehr oder weniger stark zurück gehalten werden (Retentat). Ultra- und Mikrofiltration gehören zu den druckgetriebenen Membrantrennverfahren und schließen die Lücke zwischen der Umkehrosmose und der Nanofiltration einerseits und der herkömmlichen Filtration andererseits. Osmose basiert auf einem natürlichen Vorgang, durch den beispielsweise Pflanzen mit ihren Wurzelzellen Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen. Der gleiche Vorgang findet im menschlichen Körper statt und bewirkt einen Austausch von Stoffen über die Zellmembran. Trennt man zwei unterschiedlich befrachtete Flüssigkeiten durch eine Zellmembrane, so bewegen sich nach dem Prinzip der Braunschen Molekularbewegung Flüssigkeitsmoleküle zur weniger konzentrierten Lösung. Dadurch entsteht osmotischer Druck. Um aber möglichst reines Wasser zu gewinnen, wird auf der belasteten Seite ein Druck erzeugt, der wesentlich höher ist. Der Vorgang wird also umgekehrt und man verwendet den Ausdruck Umkehrosmose. Bei der Umkehrosmose wird mit einer den Arbeitsdruck erzeugenden Pumpe belastetes Wasser durch eine synthetische, halbdurchlässige (semipermeable) Umkehr- osmose-Membrane gepresst, die Wassermoleküle durchlässt, Unreinheiten des Eingangswassers jedoch nicht. Auf der Rückseite der Umkehr- osmose-Membrane sammelt sich reines Wasser, auf der Vorderseite werden die Belastungsstoffe in den Abfluss geleitet bzw. durch die automatische Rückspülung über den Abfluss entfernt. Umkehrosmose wird überall dort eingesetzt, wo Wasser höchster Reinheit gefordert wird.

Im AVANTGARDE-System durchläuft das Wasser einen fünfstufigen Filter- und Veredelungsprozess:

1. Stufe
Sedimentfilter:
entfernt Sand, Rost und groben Schmutz heraus (Teilchen > 5 Micron)

2. Stufe
Aktivkohlefilter:
entfernt Chlor, Gase und organische Verbindungen

3. Stufe
Umkehrosmose-Membran:
entfernt Teilchen bis zu einem Durchmesser von 0,0001 µm

4. Stufe
Sauerstoffanreicherung und Lagerung in massivem Glastank

5. Stufe
Vitalisierung durch den Einsatz spezieller Verwirbler

Die ersten beiden Reinigungsstufen entfernen bereits einen Großteil an Schmutz und Schadstoffen aus dem Wasser und leisten damit mehr als die meisten anderen Filtersysteme. Zusätzlich wird dadurch die Lebensdauer der nachgelagerten Filtermembran verlängert. Die Umkehrosmosemembran (3. Filterstufe) bildet das eigentliche Herzstück des Systems, diese reinigt das Wasser nach dem oben erläuterten Prinzip.

Das kleine Wassermolekül durchdringt die Membrane und verliert dabei seinen Ballast. Größere Teilchen wie Schadstoffe, Kalk oder Keime werden zurückgehalten. Folgende Abbildung erläutert diese Größenverhältnisse:

Im Glastank erfolgen permanente Sauerstoffanreicherung und kontinuierliche Bewegung des gereinigten Wassers. Der Sauerstoffgehalt hängt im wesentlichen nur noch von der Raumtemepratur ab und beträgt ca. 10mg/L.
Nach der Tanklagerung durchläuft das Wasser noch einen Hoch- frequenzverwirbler zur Belebung des Trinkwassers, d. h. Restrukturierung der kristallinen Strukturen und erneute Anreicherung mit Sauerstoff.

Diese Kombination zwischen Filtration und dadurch Absorption von Schadstoffen und Belebungsverfahren wie Energetisierung, Anreicherung und Wasserverwirbelung ist optimal. Mit diesem Verfahren wird eine Quellwasserqualität erreicht, die für Sie als Verbraucher sehr empfehlenswert ist.